Reisebeschreibung zu Polen

Unsere Reise nach Polen im April 2000 war für uns eine der schönsten Reisen überhaupt.

Polen Info


Polen hat eine Fläche von 312700 qkm und ca. 38 Millionen Einwohner. Die Amtssprache ist polnisch. Polen ist eine parlamentarische Demokratie, an deren Spitze der Staatspräsident steht. Das Parlament besteht aus zwei Kammern (Sejm und Senat). Polen ist in 16 Woiwodschaften aufgeteilt, die mit den deutschen Bundesländern zu vergleichen sind. Polen empfängt jährlich fast 19 Millionen Touristen. Jeder Dritte kommt aus Deutschland.

Danzig

Die ehemalige Hansestadt Gdansk/Danzig zählt heute rund 460.000 Einwohner, zusammen mit der Hafenstadt Gdynia/Gdingen und dem Seebad Sopot/Zoppot rund 750.000 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das gesamte Stadtzentrum wieder nach historischem Vorbild aufgebaut. Die Hafenstadt ist heute ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum und Verwaltungssitz der Woiwodschaft Pommern. http://www.ostsee-urlaub-polen.de/gdansk/index.htm


Von Danzig zum Slowinski-Nationalpark

Von Danzig Richtung Norden kommt man nach Sopot/Zoppot (50.000 Einwohner) hier entstand schon 1823 die erste Badeanstalt. Der Ort entwickelte sich schnell zum vornehmsten Seebad an der gesamten Ostseeküste. 1920 enstand das prächtige Grand Hotel mit Casino direkt am Strand. Die hölzerne Seebrücke, Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, ist mit 512 Metern die längste Europas. Sie war und ist die beliebteste Flanierstrecke der Stadt. Am Ende der Promenade haben sich zahlreiche Boutiquen und Cafés angesiedelt. Links und rechts der Brücke erstreckt sich ein breiter Sandstrand. Die ul. Bohaterow Monte Cassino, die vom Strand zum Bahnhof führt, ist von vielen Läden, Cafés und Restaurants gesäumt


Bei Wladyslawowo beginnt die Halbinsel Hel/Hela, die wie ein schmaler krummer Finger in die Bucht von Gdansk ragt. Sie ist 35 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle kaum 200 Meter breit und teilweise von hohen Dünen bedeckt. Zum offenen Meer gibt es einige der schönsten Sandstrände an der ganzen Ostseeküste. Hel/Hela (5.000 Einwohner) an der Südostspitze der gleichnamigen Insel gehört zu den ältesten Orten in Pommern. Im Zentrum gibt es noch zahlreiche alte Fischerhütten, in denen vielfach Boutiquen, Schmuckgeschäfte und Restaurants Einzug gehalten haben. Die gotische Backsteinkirche an der Fußgängerzone Bulwar Nad Morski 2 beherbergt heute ein Fischereimuseum.

Mit der Halbinsel Hel/Hela schließt sich ein attraktives Erholungszentrum mit mehreren bekannten Badeorten wie Chalupy/Ceynowa und Jurata an. 35 Kilometer lang und an manchen Stellen kaum 200 Meter breit streckt sie sich in die Bucht von Gdansk. Gegenüber der Halbinsel Hel liegt das Städtchen Puck/Putzig (12.000 Einwohner). Rund um den Markt gib es eine Reihe hübscher Bürgerhäuser. Puck verfügt über einen großen Yachthafen. Jedes Jahr am 29. Juni um 12 Uhr startet hier eine Pilgerfahrt mit bunt geschmückten Fischerbooten zur Halbinsel Hel.

Slowinski-Nationalpark

Slowinski-Nationalpark Bei Leba an der Ostsee gibt es die einzigen Wanderdünen Europas. Die höchste Düne ist etwa 42 Meter und umfasst rund 300 Hektar. Jahr für Jahr schieben sich die vor 5000 Jahren gebildeten Dünen rund zehn Meter landeinwärts. Im Bereich des Nationalparks gibt es vier vom Meer abgetrennte salzige Seen, die Brutstätte von mehr als 200 Vogelarten sind. Einen guten Blick auf die einzigartige Naturlandschaft bietet der 115 Meter hohe Berg Rowokol. Verwaltung: ul. Bohaterow Warszawy 1, 76-214 Smoldzino b. Slupsk, Tel. 0 59/8 11 75 09
Der Slowinski-Nationalpark ist durch seine einzigartigen Wanderdünen berühmt. Wichtigste Ferienorte an seinen beiden Enden sind Rowy im Westen und Leba im Osten. Das Fischerdorf Rowy/Rowe zog schon Maler wie Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff in seinen Bann. Der Ort liegt herrlich auf einer Landzunge zwischen Meer und Gardno-See. Leba (4.000 Einwohner) ist ein hübsches Fischerdorf an der Mündung des gleichnamigen Flusses mit einem guten Übernachtungs- und Freizeitangebot. Im nahe gelegenen Ort Nowecin gibt es ein Gestüt. Im Dorf Kluki am südlichen Rande des Nationalparks zeigt ein Freiluftmuseum die Architektur und Trachten der dort lebenden Volksgruppe der Slowinzen.

Die Sahara des Ostens
Berge, Grate, Canyons. Flirrend weißer Sand, der unter den Füßen knirscht. Eine Autostunde von Danzig entfernt liegt die Sahara des Ostens. Das Stück Wüste gehört zum Slowinski-Nationalpark und hat die höchsten Dünen Polens. Von der Leuchtturmdüne geht der Blick weit über die blau glitzernde Ostsee, das Perlmuttgrau der Lagunen, die zerzausten Baumkronen des Kiefernwaldes, der sich zwischen Dünengürtel und Küste schiebt.

Stundenlang kann man auf einsamen Pfaden durch die ockerfarbenen Hügel wandern. Oder sich am breiten Strand sonnen, Eis essen, in das kleine Seebad Leba bummeln. Hochbordige Kutter liegen vertaut im Hafen des alten Fischerdorfes, Netze flattern im Wind, es duftet nach geräuchertem Aal.

Im Sommer ist der Ort ein beliebtes Urlaubsziel. Wer es ruhiger mag, fährt im Juni oder September hin. Sucht sich eine Ecke auf dem Campingplatz oder ein Zimmer direkt am Dühnensrand vom Leba wie zum Beispiel im Hotel Neptun


Von diesem Hotel waren wir begeistert. Das Haus ist mit sehr viel Liebe zum Detail komplett renoviert worden. Die Ausstattung ist mit modernster Haustechnik dem alten Gebäude angepasst.



Die Kaschubei

Die Kaschubei umfasst nicht nur den Küstenabschnitt nordwestlich von Gdansk, sondern auch im Landesinneren ein reizvolles Seengebiet, die Kaschubische Schweiz, auf polnisch Pojezierze Kaszubskie. Das typische Moränengebiet mit eiszeitlichen Hügeln von bis zu 200 Metern und rund 250 Seen gilt als eines der größten polnischen Waldgebiete.
Die gesamte Region ist sehr dünn besiedelt. Kleine Alleen mit wenig Verkehr führen vorbei an alten Gehöften und durch gepflegte Dörfer. Auch in der Hochsaison ist es nicht schwer, irgendwo ein ruhiges, schönes Plätzchen zum Baden zu finden.

Etwa 200.000 Nachfahren vom slawischen Stamm der Kaschubei leben noch in der Region.Ihre Kultur wird staatlich gefördert.

Malbork/Marienburg


http://www.hjw.de/ostpr/marienb.htm
Die Ordensritterburg in Malbork/Marienburg gehört zu den wertvollsten Kulturdenkmälern in Polen. Die größte mittelalterliche Festungsanlage steht unter dem besonderen Schutz der Weltkulturorganisation UNESCO.
In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts machten die Deutschritter den Hügel am Nogat-Fluss zum Hauptsitz ihres Ordens und begannen mit dem Bau des Hochschlosses. Später folgte das repräsentative Mittelschloss mit dem Palast des Hochmeisters. Der gesamte Komplex von 20 Hektar wurde mit gewaltigen Mauern und Wassergräben umgeben. Diese verhinderten nicht, dass die Burg 1457 von einem polnisch-litauischen Heer erobert wurde. Bis 1772 hatten die polnischen Könige hier ihre Residenz. Die Anlage wurde danach vom preußischen Heer als Kaserne benutzt und dabei stark zerstört. Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann die Rekonstruktion der Anlage. Die Burg kann besichtigt werden, in einem Nebengebäude gibt es ein Hotel da mussten wir natürlich Übernachten.


Deike wollte noch an die russische Grenze

Östlich von Gdansk/Danzig trennt ein schmaler Streifen Land das Frische Haff von der Ostsee. Mierzeja Wislana, die Frische Nehrung, gehört halb zu Polen, halb zur russischen Enklave Kaliningrad/Königsberg. Zum offenen Meer hin gibt es herrliche Sandstrände mit Dünen, im Schilf auf der Südseite nisten seltene Wasservögel. Beliebte Ferienziele auf dem schmalen Landstrich sind Katy Rybackie/Bodenwinckel und Krynica Morska/Kahlberg. Von dort verkehren Ausflugsdampfer über das Haff nach Elblag/Elbing und Frombork/Frauenburg. Eine Weiterfahrt über die Grenze ist derzeit noch nicht möglich. Ein schmaler Landstreifen trent Zalew Wislany, das Frische Haff, von der Ostsee. Quer durch das Haff verläuft die Grenze zwischen Polen und der russischen Enklave Kaliningrad/Königsberg und da konnte Deike dann Rußland sehen.